Manchmal läuft ein Wochenende einfach anders als geplant - im besten Sinne. Stell dir vor: eine Halle voller Kampfkünstler aus den unterschiedlichsten Disziplinen, kein Eintrittsgeld an der Tür, und am Ende des Tages geht das gesammelte Geld an Kinder, die es wirklich brauchen. Genau das ist passiert. Sifu Oliver Becker war dabei und hat Wing Tzun sowie Escrima in die Runde gebracht.
Die Idee dahinter: Kampfkunst, die etwas zurückgibt
Das Seminar war von Anfang an anders gedacht als die üblichen Lehrgänge. Kein Teilnehmerbeitrag, kein Profit - stattdessen freiwillige Spenden, die vollständig an das SOS Kinderdorf gingen. Ein einfaches Konzept, das funktioniert hat.
Dreizehn Meister aus verschiedenen Kampfkünsten standen bereit, um ihr Wissen zu teilen. Nicht um sich zu messen oder zu zeigen, wer die härtere Schule hat. Sondern um gemeinsam etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen. Das merkt man - sowohl in der Atmosphäre als auch in der Art, wie die Einheiten aufgebaut waren.
Ein bunter Mix aus Disziplinen
Was das Seminar besonders gemacht hat: die Vielfalt. Wer an einem Tag durch mehrere Einheiten geht, bekommt einen echten Querschnitt durch die Kampfkunstwelt. Und das ist selten.
- Kickboxen
- Muay Thai
- TaiJitsu
- Karate
- Hapkido
- Taekwondo
- Wing Tzun
- Escrima - und weitere Stile
Jede Disziplin hat ihren eigenen Blickwinkel auf Bewegung, Distanz und Timing. Wer sich das bewusst anschaut, nimmt immer etwas mit - auch wenn man seinen eigenen Stil schon länger trainiert. Manchmal gerade dann.
Was Sifu Oliver Becker gezeigt hat
Sifu Oliver Becker hat das Seminar genutzt, um Wing Tzun und Latosa Escrima vorzustellen - zwei Systeme, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten, aber in ihrer Logik viel gemeinsam haben.
Wing Tzun arbeitet mit Struktur, Winkel und direkten Wegen, um den Gegner in seiner Intention zu stören statt passiv sich auf den Gegner einzulassen. Escrima hingegen denkt von der Waffe her: Die Klinge - Machete oder Schwert - ist die Basis des Systems. Daraus entwickeln sich Prinzipien, die sich auf den Stock, auf Alltagsgegenstände und schließlich auch auf den waffenlosen Bereich übertragen.
Beide Systeme profitieren davon, wenn man sie vor einem gemischten Publikum zeigt. Fragen kommen anders, die Perspektive bleibt frisch. Für Sifu Becker war das eine gute Gelegenheit, genau das zu erleben.

Was bleibt - über den Tag hinaus
Kampfkunst bringt Leute zusammen. Das klingt wie eine Floskel - aber manchmal stimmt es einfach.
Eindruck vom Seminar
Dreizehn Meister, ein Tag, ein gemeinsames Ziel. Was dabei rauskommt, ist mehr als die Summe der einzelnen Techniken. Man sieht, wie unterschiedliche Schulen denken. Man merkt, wo sich Prinzipien überschneiden - und wo sie es eben nicht tun. Und man erinnert sich daran, warum man überhaupt angefangen hat.
Dass am Ende Spenden für das SOS Kinderdorf zusammenkamen, macht das Ganze rund. Kampfkunst als Werkzeug für etwas Größeres - das ist eine Haltung, die zum Training passt. Weil gutes Training auch immer über das eigene Ego hinausgeht.
Du willst wissen, was Wing Tzun oder Escrima in der Praxis bedeutet? Bei der EBMAS Kampfkunstakademie Schwelm in der Kaiserstraße 55 kannst du einfach vorbeischauen und dir selbst ein Bild machen - ohne Vorkenntnisse, ohne Verpflichtung. Schreib uns an oder komm direkt ins Training.