Es gibt eine neue Adresse im Netz, die für alle relevant ist, die bei uns in Schwelm trainieren – oder es vorhaben: ebmas.world. Nicht irgendeine Landing-Page, nicht ein weiterer Instagram-Auftritt. Sondern die offizielle Verbandsseite des EBMAS – Emin Boztepe Martial Arts System, dem internationalen Dachverband, dem auch unsere Akademie angehört. Kurze Erklärung, was das bedeutet – und warum es sich lohnt, dort mal vorbeizuschauen.
Was ist EBMAS überhaupt?
EBMAS steht für Emin Boztepe Martial Arts System – ein internationaler Verband, der zwei Kampfkünste unter einem Dach vereint: Wing Tzun und Latosa Escrima. Begründet wurde er von Dai Sifu Emin Boztepe, einem der bekanntesten Wing-Tzun-Lehrer der Welt. Die Idee dahinter: beide Systeme ergänzen sich, statt sich zu konkurrieren. Waffenprinzipien aus dem Escrima fließen ins Wing Tzun ein – und umgekehrt.
Das Verbandsnetzwerk reicht heute über mehrere Länder. Schulen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und darüber hinaus arbeiten nach den gleichen Lehrplänen und Prüfungsstandards. Unsere Akademie in Schwelm ist Teil dieses Netzwerks – mit allem, was dazugehört.
Was findest du auf ebmas.world?
Die Seite ist kein Schaufenster. Sie ist eine echte Ressource – vor allem für Leute, die tiefer einsteigen wollen. Was du dort konkret findest:
- Hintergrundinfos zu Wing Tzun und Latosa Escrima – Herkunft, Prinzipien, Lehrlinien.
- Informationen zu Dai Sifu Emin Boztepe und der Geschichte des Verbands.
- Eine Schulsuche – falls du mal auf Reisen bist und weitertrainieren willst.
- Einblick in die Lehrstruktur – wie Graduierungen aufgebaut sind, was hinter den einzelnen Programmen steckt.
- Aktuelles aus dem Verband – Seminare, Prüfungen, Events.
Gerade die Schulsuche ist praktisch unterschätzt. Wer regelmäßig reist oder umzieht, kann dort schnell prüfen, ob in der neuen Stadt eine EBMAS-Schule ist – und die dort erworbenen Graduierungen werden anerkannt. Kein Neuanfang, kein Erklären.
Latosa Escrima – mehr als Stöcke
Wer zum ersten Mal von Escrima hört, denkt meistens an zwei Rattan-Stöcke, die gegeneinander klappern. Das greift zu kurz. Latosa Escrima denkt von der Klinge her – von Machete und Schwert. Der Stock ist Trainingsmittel, weil er im Übungsbetrieb sicherer ist. Das System selbst aber ist waffenbasiert: Die Schnittlinien, Winkel und Distanzprinzipien kommen aus der Klingenarbeit. Diese Prinzipien übertragen sich dann auf den Stock, auf Alltagsgegenstände – und letztlich auch auf den waffenlosen Bereich.
Begründet wurde Latosa Escrima von Rene Latosa, der bei Lehrern wie Angel Cabales, Dentoy Revillar, Max Sarmiento, Leo Giron und seinem Vater John Latosa trainiert hat. Auf ebmas.world findest du dazu mehr – ohne die Halbwissen-Kurzfassungen, die im Internet sonst kursieren.
Chi Sao und Prüfungsstruktur – was steckt dahinter?
Wer sich auf ebmas.world durch die Lehrstruktur klickt, stößt früher oder später auf Begriffe, die im Alltag nicht auftauchen. Chi Sao – wörtlich „klebende Hände“ – ist eine der zentralen Übungsformen im Wing Tzun. Zwei Trainingspartner halten dauerhaften Armkontakt und üben, auf Druck, Zug und Richtungsänderungen des anderen direkt zu reagieren. Keine festen Abläufe, kein Choreografie-Denken. Der Kontakt ist das Feedback.
Das klingt abstrakt – und ist im Training dann sehr konkret. Chi Sao schult Reaktionsfähigkeit und Körpergefühl auf eine Art, die reine Schlagübungen nicht erreichen. Es ist keine Sparring-Methode, sondern ein Werkzeug: Man lernt, Kraft zu lesen, statt auf sie zu reagieren.
Die Prüfungsstruktur im EBMAS-System ist in Schülergrade (für Einsteiger und Fortgeschrittene) und Technikergrade unterteilt. Jede Stufe hat klare Anforderungen – was geprüft wird, lässt sich auf ebmas.world im Detail nachlesen. Das ist vor allem für neue Schüler hilfreich: Man weiß von Anfang an, wo man steht und wohin der Weg geht. Kein Rätselraten, keine Überraschungen.
Was ändert sich für uns in Schwelm?
Direkt im Trainingsalltag: erstmal nichts. Die Inhalte, die Prüfungsstruktur, der Unterricht – alles läuft wie gewohnt. Was sich ändert, ist die Sichtbarkeit. Eine klare, aktuelle Verbandsseite macht es für Interessierte leichter zu verstehen, in welchem Rahmen sie hier trainieren würden. Kein Verein, der irgendwie Kampfkunst macht – sondern eine Schule, die in ein internationales, strukturiertes System eingebunden ist.
Für aktive Schüler ist die Seite vor allem dann interessant, wenn ihr über Schwelm hinausdenkt: Seminare auf Verbandsebene, Prüfungen mit überregionaler Anerkennung, der Kontakt zu anderen Schulen und Trainern. Das Netzwerk ist da – ebmas.world macht es jetzt einfacher, es zu nutzen.
Wer mehr wissen will: ebmas.world lohnt sich als Lektüre – egal ob du gerade erst anfängst oder schon eine Weile dabei bist. Und wer Fragen hat, die die Website nicht beantwortet: Meld dich einfach – oder komm direkt zum Probetraining in der Kaiserstraße 55 in Schwelm. Dafür sind wir da.